Wenn man Nachrichten und Verkaufszahlen als Maßstab nimmt, wird der Tablet-Markt eindeutig von Apple und Samsung beherrscht. Neben den beiden Marktführern existiert eine recht große Anzahl von Herstellern, die mit den unterschiedlichsten Android-basierten Tablets ihren Beitrag zur Computer-Mobilität leisten möchten.
Einer dieser Vertreter ist die Firma Yarvik, die relativ neu auf dem deutschen Markt vertreten ist. Gestern sind die ersten Tablets, die auf den Namen Yarvik GoTab Zetta hören, bei uns eingetroffen und das gibt mir die Gelegenheit, das Produkt kurz vorzustellen.

Die oben auf dem Bild zu sehenden Blasen rühren übrigens von einer ungeschickt angebrachten Display-Folie und sind nicht auf Produktions- oder Fotografie-Fehler zurückzuführen.
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Für den direkten Vergleich bzgl. Abmaßen dient (links im Bild oben) das iPad 2, denn auch bei dem Yarvik handelt es sich um ein 9,7″-Tablet. Das Apple-Produkt ist etwas dünner, beim direkten Vergleich bzgl. Gewicht fällt mir persönlich kein Unterschied auf. Das Tab liegt auf jeden Fall angenehm in der Hand.
Auf der Fronseite, die aus kratzfestem Glas besteht, befindet sich eine der insgesamt 2 Kameras. Die Frontkamera hat eine Auflösung von 0,3 Megapixel. Das ist natürlich nichts Besonderes, dürfte aber ausreichend für Videotelefonie sein. Die rückseitige Kamera bietet eine Auflösung von immerhin 2 Megapixel.
Das mag ebenfalls nicht besonders viel sein (analog allerdings zu iPad2); mir stellt sich aber generell bei Tablets die Frage, was dort eine Kamera zu suchen hat. Allerdings bin ich kein Videotelefonierer und für Fotos benutze ich mein Smartphone oder eine Digitalkamera.
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Auf der Rückseite prangt prominent das Firmenlogo. Bei dem EAN-Code darunter handelt es sich lediglich um einen Aufkleber, der sich leicht abziehen lässt.
Links oben kann man die Kamera und den Lautsprecher erkennen, dessen Position an dieser Stelle vielleicht nicht so ideal gewählt ist. Beim Musikhören greif man dann besser auf Kopfhörer zurück oder benutzt den optionalen Halter. |
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Richtig gepunktet wird mit der Anzahl der Anschlüsse, denn das Gerät verfügt neben dem obligatorischen 3.5 mm Audioausgang über vielerlei Erweiterungsmöglichkeiten. |
Sie haben neben 2 Mini-USB-Ports (Slave/Host) für die direkte Verbindung mit PC, externe Festplatte, Peripherie. Bedeutet, Sie können auch eine normale Tastatur mit entsprechendem Stecker oder mittels Adapter anschließen. Einen Mini-HDMI-Ausgang wurde dem Teilchen für den Anschluss an Monitor/Fernseher ebenfalls spendiert. Dabei ist eine Video-Auflösung von 1080p sogar mit 3D möglich.
Mittels des MicroSD-Slot können Sie den internen Speicher von 16 GB um bis zu 32 GB erweitern.
Als Herz schlägt ein Cortex A8-Prozessor (1.2 GHz) im Gehäuse, die Grafik-CPU taktet mit 400 MHz. Die Bedienung erfolgt über das kapazitive 10 Punkt-Multitouch-Display, welches recht flott auf Eingaben reagiert. Internet bzw. Verbindung zum Netzwerk erfolgt per WLAN (b/g/n). Der Arbeitsspeicher beträgt ausreichende 1 GB (DDR3) ist allerdings im Gegensatz zum internen Speicher nicht erweiterbar.
Kommen wir zum Betriebssystem – hier hat der Hersteller das neue Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) mitgeliefert. Bedienung ist entsprechend komfortabel – das Yarvik reagiert schnell auf Eingaben und der Seitenaufbau beim Surfen ist nur unwesentlich langsamer als im Vergleich mit dem direkt daneben liegenden iPad.
Leider ist auf dem Tablet kein Google Play (Android Market) installiert, von Haus aus kommt der Rechner mit dem Hersteller-Eigenen GetJar-Market daher. Das macht aber nichts, hier eine Anleitung wie man flott den wesentlich umfangreicheren Google-Markt benutzen kann: Installation Google Play.
Fazit für den Kurztest: Das Display könnte heller sein und es ist im Vergleich mit dem iPad 2 auch nicht so gut in der Darstellung. Die Bedienung war für mich ungewohnt, aber ich kenne auch nicht alle Multi-Touch-Gesten bei Android.
Bedenken sollte man, dass wir hier von einem günstigen Einsteiger-Pad mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis reden. Vor allem die vielen Schnittstellen und der erweiterbare Speicher usw. machen es für die verschiedensten Kundengruppen interessant. Wer nicht mehr als das doppelte für ein Tablet der Marktführer ausgeben will, die auch nicht “das Doppelte” an Hardware liefern, liegt beim Kauf bestimmt nicht falsch.
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